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Montag, 18. April 2016

Angela Marsons - Silent Scream

Hallo ihr Lieben,

ich habe ja wieder angefangen zu lesen, aber es fluppt noch nicht so. Ich muss das wieder mehr in meinen Alltag integrieren und mir einfach mal mehr Zeit nehmen, als nur die 10 Minuten abends im Bett.
Aber ich will mich nicht beschweren und habe wieder ein Buch beendet.
Dieses hat mir wieder der Piper Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Auf den ersten Blick entspricht dieses Buch genau dem, was ich gerne lese. Ich wechsel gerne spannende Thriller mit lockeren Jugendbüchern ab.
Und dieses Buch klang für mich nach einem richtig guten spannenden Werk.


Angela Marsons - Silent Scream
Piper Verlag
458 Seiten
14,99€ als Taschenbuch
erschienen 2015
ISBN 978-3-492-06034-9


Die Optik:
Düster ... unheimlich... bedrückend ... kalt
Das war mein erster Eindruck von der Aufmachung des Buches und ich finde es perfekt für einen Krimi oder Thriller.
Obwohl das Cover nicht ganz farblos ist, ist es sehr geschmackvoll düster gestaltet und strahlt direkt eine beklemmende Stimmung aus.
Im ersten Moment hat mich das an einen skandinavischen Thriller erinnert und ich habe mir direkt vorgestellt, dass es um Leichenfunde in kälteren Gebieten an Seen oder in Wäldern geht.
Was eine Wirkung ein Buch haben kann ...
Das entspricht zwar nicht dem Inhalt, aber es handelt sich um eine sehr gelungene Aufmachung meiner Meinung nach.

Der Inhalt:
Silent Scream - Wie lange kannst du schweigen?
Ein wahnsinniger Titel, der Thriller- und Krimifans die Schmetterlinge in den Bauch treibt.
Wir erleben die Geschichte gemeinsam mit DI Kim Stone.
Kim Stone ist eine knallharte Ermittlerin. Sie ist leidenschaftlich in ihrem Job, aber kühl in ihrem Wesen. Ihre Leidenschaft gehört den Motorrädern, an denen sie schraubt und mit welchen sie flott unterwegs ist und damit dem ein oder anderen Schrecken einjagt. Aber ansonsten schein Kim keine Leidenschaften zu haben oder zu zeigen, denn auf ihr Umfeld wirkt sie eher knallhart und emotionslos. Sie leitet ein Team, das ihr bei der Lösung ihrer Fälle zur Seite steht und mit ihr umzugehen weiss. Aber diese Kollegen haben es nicht leicht mit ihr.
Kim hat eine schlimme Kindheit hinter sich, denn sie hat ihren Bruder auf grausame Art und Weise verloren und wuchs dann in einem Kinderheim und Pflegefamilien auf.
Gerade deswegen berührt ihr neuster Fall sie viel mehr als alle anderen ahnen.
Auf dem Gelände eines alten Kinderheimes wird eine Kinderleiche gefunden und es soll nicht bei der einen bleiben.
Kim fühlt sich den Kindern und Jugendlichen verbunden und ist es ihnen irgendwie schuldig den Mörder zu finden.
Doch das gestaltet sich sehr schwer, denn nach und nach wird jeder ermordet, der etwas zu den grausamen Taten der Vergangenheit sagen könnte.

Meine Meinung:
Kim ist interessant. Dieser Charakter ist so wunderbar ausgearbeitet und dargestellt, dass man richtig mitfühlen kann, auch wenn man sich nicht mit ihr identifiziert.
Sie ist die Person, die die Geschichte leitet und bestimmt und das gefiel mir sehr.
Und irgendwie ist es auch nur Kim, an die ich mich groß erinnern kann, obwohl ich das Buch gestern erst beendet habe.
Es kommen einige Personen in der Story vor, aber ich konnte irgendwie keinen Bezug zu diesen aufbauen, obwohl es nicht zu viele sind. Ich kenne noch sämtliche Namen, aber ich habe während dem Lesen immer wieder gestockt, weil ich nicht mehr wusste von wem gesprochen wird.
Ich weiss nicht, ob ich zu unkonzentriert gelesen habe, oder ob dies von der Autorin so bewusst gestaltet wurde, denn die anderen Personen sind nebensächlich.
Doch gerade als es auf das Ende zu ging habe ich mich echt schwer getan die Verdächtigen noch auseinanderzuhalten.
Den ein oder anderen Kollegen konnte ich mir merken, aber dann hörte es irgendwie auf.

Und das obwohl Angela Marson die Geschichte jeder Person kurz erzählt. Der Leser bekommt immer einen guten Einblick, was die entsprechende Person mit der Schichte in der Vergangenheit und der Gegenwart zu tun hat.
Und je weiter die Geschichte voranschreitet, desto tiefer geht man in die Schicksale und desto mehr findet man gemeinsam mit Kim heraus.
Und das liebe ich an einem guten Krimi. Gemeinsam mit den Ermittlern Schritt für Schritt voran kommen.
Aber anders als sonst kann man hier nicht mit ermitteln. Zumindest ging mir das so. Ich hatte nicht einmal das Gefühl zu wissen wer und warum er der Mörder sein könnte.
Ich habe mich eher wie ein Schatten von Kim gefühlt, aber das war nicht schlimm.

Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Das Buch war super gut und flüssig zu lesen, auch wenn mir die Kapitel teilweise etwas zu lang waren.
Trotz der beklemmenden Stimmungen war die Sprache der Autorin irgendwie lebhaft und schwungvoll. Das hat mir richtig gut gefallen.

Mein Fazit:
Ein 5-Sterne-Buch könnte man meinen?
Wenn ich meine letzten Worte lese hört sich das in der Tat so an. Aber das Buch hat mich irgendwie nicht gepackt.
Sprache, Stil, Personen, Wendungen und die Geschichte ... alles hat mir einzeln gut gefallen.
Gerade die Story mit ihren ganzen Nebengeschichten ist richtig, richtig gut.
Aber die einzelnen Zutaten vermischt haben irgendwie nicht gepasst.
Für mich wurde das geniale Konzept leider nicht perfekt umgesetzt. Es war alles irgendwie zu viel an Geschehnissen und Personen, da es nicht gut verknüpft wurde.
Und das hat für meinen Geschmack dem Buch leider die Spannung gekostet.
Anstatt rasanter Spannung habe ich hier eher die Stimmung eines typischen Skandi-Krimis gehabt und das ist einfach nicht so meins.
Es war mir einfach zu ruhig, trotz der ganzen Wendungen und schockierenden Entdeckungen.

Wer also auf der Suche nach einem spektakulären, aber eher ruhigen Krimi ist sollte sich auf jeden Fall mit dem Buch befassen.


Ich habe das Buch gerne gelesen und ich fand es gut, aber nicht gut genug für 5 Sterne und leider auch nicht für 4.

Daher vergebe ich 3,5 Sterne als Bewertung, aber kann dennoch meine Empfehlung aussprechen. Wer gerne gute und gut gemachte Krimis liest, die nicht vor Spannung explodieren, sollte "Silent Scream" lesen.
Vielleicht war ich auch gerade nicht in der Stimmung und in der Konzentration für so ein Buch und hätte zu einer anderen Zeit 4 Sterne gegeben, aber es ist ja keine schlechte Wertung und sollte euch nicht abschrecken.

Es würde mich mal interessieren wie euch das Buch gefallen hat, oder ob das etwas für euch wäre.
Habt ihr ansonsten gute Tipps für mich für spannende Bücher?

Ganz liebe Grüße
BeautyBooks82

Sonntag, 13. März 2016

Judith Lennox - Ein letzter Tanz

Hallo ihr Lieben,

BeautyBooks82 ... Zu Beginn war mein Blog gespickt mit Rezensionen, dann nach meinem Neustart nur Beauty.
Ich habe den Namen aber bewusst gewählt, da Beauty und Bücher meine Leidenschaft sind,
Natürlich habe ich in den letzten Monaten gelesen, aber ich habe mir nicht die Zeit genommen über die Bücher zu schreiben, denn das ist schon etwas aufwendiger als über ein Unboxing oder einen Haul zu berichten.
Das soll sich jetzt aber ändern, denn ich möchte eine gute Mischung auf meinen Blog haben.
Ich bin mir bewusst, dass mein Blog dadurch für reine Beautyleser oder reine Bücherleser uninteressant sein mag. Aber das bin eben ich und mein Blog soll mir entsprechen.
Daher würde ich mich sehr freuen, wenn die treuen Leser eben das für sich Interessante lesen und den Rest tolerieren ;-)

Mein erstes Buch nach der Pause ist mit netterweise von Piper zur Verfügung gestellt worden.
Vielen Dank dafür!
Wer aber meine alten Rezensionen (und generell Produktreviews) kennt sollte wissen, dass ich immer meine Meinung schreibe. Egal ob ich ein Produkt/Buch bekommen oder selbst erstanden habe.




Judith Lennox - Ein letzter Tanz
Piper Verlag
588 Seiten 
9,90€ als Taschenbuch
01.02.2016 als TB erschienen
ISBN 978-3-492-30767-3



Die Optik:
Was ein hübsches Buch!
Die Farben verströmen eine gewisse Stimmung, die zum Inhalt und zum Ort passt.
Man wird direkt in eine andere Zeit und Umgebung versetzt und verbindet die Optik des Covers direkt mit der Geschichte.
Ich habe mich mehrfach dabei erwischt, wie ich immer wieder das Haus auf dem Cover angeschaut habe um dieses Bild während dem Lesen in meinem Kopf zu haben.
Sehr gelungen, einfach und ansprechend.

Der Inhalt:
Ich muss hier wirklich aufpassen nicht zu viel zum Inhalt zu sagen, denn es passiert recht viel in diesem Buch. Und zugleich auch recht wenig ...

Das Buch steigt in der Situation ein, die auf dem Buchrücken erwähnt ist. (s. Foto)
Esme möchte ihren 75. Geburtstag in dem Herrenhaus "Rosindell" feiern und ihre Familie dort vereinen. Aber was hat es mit Rosindell auf sich?
Dazu springen wir direkt von 1974 in das Jahr 1917.
Ein sehr großer Sprung, aber ich habe das geliebt. Das Buch arbeitet sich Schritt für Schritt von 1917 an durch die Geschichte der Familie bis in das Jahr 1974, wo die Geschichte dann Kapitel 1 wieder aufnimmt und endet.
Und das habe ich so nicht erwartet, denn das Buch beginnt 1917 ganz anders als es endet.

Devlin Reddaway ist ein junger Soldat, der sein Familienanwesen Rosindell verlassen hat um in den Krieg zu ziehen. Er hängt sehr an seiner Heimat, aber er erfüllt auch seine Pflichten sehr gewissenhaft. Seine Beschreibung und sein Auftreten in dem Buch versetzt einen direkt in eine andere Zeit, denn trotz dem sehr jungen Alter lesen wir hier von einem gestandenen Mann. Leider hat die Erfahrung im Krieg zu diesem Mann gemacht und tiefe Spuren hinterlassen.
Kurz bevor er wieder an die Front muss lernt er Camilla kennen und es bahnt sich sehr schnell eine kleine Romanze an.
Und das hat mir beim Lesen richtig gefallen, da es so herzzerreissend und gefühlvoll war. In meinem Kopf hatte ich direkt den Film "Pearl Harbour" und war sehr berührt von dem Leben, das Einzelpersonen und Pärchen damals führen mussten.
Devlin empfindet tiefe Liebe für Camilla und ich direkt für die beiden. Aber das soll nicht so bleiben ...
Als Devlin verletzt von der Front nach Hause kommt ist alles anders als er sich erhofft hat und Camilla hat sich verändert.
Für Devlin bleibt die Liebe bestehen, aber er zieht sich zurück in seine andere Liebe. Rosindell.
Dort verbringt er die Nachkriegsjahre und baut sich ein neues Leben auf. Mit Esme, Camillas Schwester.
Esme würde alles für Devlin tun, aber sie hat immer 2 Konkurrentinnen: Camilla und Rosindell.

Meine Meinung:
Das war es zum Inhalt? Ja!
Ich kann hier einfach nicht mehr verraten und möchte euch bei dem ersten Eindruck lassen, den ich auch in den ersten Kapiteln bekommen hatte.
Ich war der  Meinung, dass es sich hier um eine kitschige Kriegsromanze handelt, aber dem ist nicht so.
Hier finden wir eine Familiengeschichte ... Ein Familiendrama.
Es geht um Devlin, Camilla und Esme. Ihre Eltern, ihre Kinder und Enkelkinder.
Wie gesagt ... 1917 - 1974 ... da lernen wir viele Personen kennen.
Also habe ich mich darauf eingestellt, dass es hier nicht um die erwartete Romanze geht, sondern um eine Familiengeschichte über mehrere Generationen.
Das ist es auch, aber anders als erwartet.
Hier lenken Rosindell und der Krieg das Geschehen. Auch wenn die Autorin die Geschichte der einzelnen Familienmitglieder erzählt geht es nicht um die Personen. Die Geschichte wird von Rosindell und der Wirkung des Hauses genauso beeinflusst wie durch die Erlebnisse und Ängste des Krieges bzw. der Kriege.
Judith Lennox macht dies einfach perfekt. Geschehnisse plätschern vor sich hin und die Personen und Schicksale wechseln ständig.
Aber die Autorin findet immer wieder den Bezug zu Rosindell und das hat mich sehr beeindruckt.

Und jetzt kommt ein ABER ... So sehr ich auch vom Stil und dem Aufbau der Geschichte beeindruckt wurde, so enttäuscht war ich irgendwie auch. An vielen Stellen plätschert die Story einfach so vor sich hin und es passiert nicht so viel, wie ich als Leser mir erhofft habe.
An anderen Stellen hingegen ging es mir zu schnell und mir fehlten Details und weitere Informationen, bzw. ich wäre gerne länger bei dieser Situation geblieben.

Das Buch hat un mir unheimlich viele Gefühle hervorgerufen. Mitgefühl und Herzschmerz. Wut, Entsetzen, Langeweile und Interesse.
Aber das hat es dadurch nicht perfekt für mich gemacht.
Judith Lennox schreibt toll. Es sind hier fast 600 Seiten, die ja auch erstmal gefüllt werden müssen. Andererseits sind es auch knapp 60 Jahre, die erstmal auf diese Seiten gequetscht werden müssen. Aber genau dieser Zwiespalt stört mich. Das hätte ich mir anders gewünscht.

Im Nachgang quält mich noch immer der Bezug vom Titel "Ein letzter Tanz" zum Inhalt. Das müsst ihr selber lesen und fühlen. Mich hat es sehr getroffen und zum Nachdenken gebracht.
Man sollte sich immer bewusst sein, dass alles einmal zum Letztenmal geschieht. Und man sollte damit rechnen und diese letzten Chancen nutzen und schätzen.

Mein Fazit:
Hier habe ich ein Genre, das mir bisher wenig bekannt war. Familiengeschichten habe ich bisher sehr selten gelesen. Und dieses Buch hat mir wieder gezeigt warum.
Andererseits hat es auch mein Interesse geweckt, denn der Hintergedanke der Story war super schön und interessant. Und ich denke, dass ich jetzt mehr in dem Genre lesen werde, um so etwas in besser zu finden ;-)

Wer bis hier gelesen hat dürfte Interesse an dem Buch haben. Über diesen Link könnt ihr es erwerben.




Wer gerne in Familiendramen, Kriegsgeschichten und Geschichten der besonderen Art eintaucht sollte hier definitv einen Blick drauf werfen.
Ich kann euch das Buch empfehlen, auch wenn ich nicht restlos begeistert war.
Die Message ist grossartig, aber die Umsetzung hätte ich mir dann doch spannender und stellenweise romanlastiger gewünscht.
Es gibt hier Passagen, die keine 2 Sterne verdienen, und andere schwanken zwischen 4 und 5 Sternen.

Daher vergebe ich hier 3 Sterne als Bewertung.

Berichtet mir doch mal, falls ihr das Buch gelesen habt oder es noch lesen möchtet.
Und könnt ihr mir evtl. Bücher aus dem Genre empfehlen?

Dann wünsche ich euch viel Spaß in den vielen, tollen Welten der Bücher und denkt immer daran:
Es könnte immer der letzte Tanz sein!

Ganz liebe Grüße
BeautyBooks82